Das Fördergebiet Marzahn-Süd

Wohnhochhaus, Gebäude mit geometrischer Zierklinkerfassade und terrassierter Platz

Der Helene-Weigel-Platz mit dem Marzahner Rathaus ist das Zentrum des Gebiets

Die Allee der Kosmonauten durchzieht das Fördergebiet in Ost-West-Richtung. Sie übernimmt maßgeblich die Funktion der Haupterschließung für das Quartier sowohl nach außen als auch nach innen bzw. in die Teilbereiche des Quartiers. Nach Westen hin wird das Fördergebiet durch Gleisanlagen gefasst, durch die eine deutliche räumliche Trennung zum westlich gelegenen Gewerbegebiet entsteht. Im Norden wird das Gebiet durch die Landsberger Allee begrenzt. Im Osten grenzt das Gebiet an eine kleinteilige Einfamilienhausbebauung, die einen markanten Kontrast zur großmaßstäblichen Plattenbauweise bildet. Die Schule am Pappelhof und das Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium bilden den östlichen Abschluss.

Das Bürgerhaus Südspitze im Gebäude einer ehemaligen Kita

Gebietscharakteristik

Das Fördergebiet liegt als ältester Teil der Großsiedlung Marzahn im westlichen Teil des Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Im mittig gelegenen Springpfuhl-Quartier mit dem gleichnamigen Park und Wohnhochhäusern befindet sich das Zentrum des ehemaligen Stadtbezirks Marzahn: der Helene-Weigel-Platz mit Einkaufsmöglichkeiten, medizinischen Einrichtungen, einer Schwimmhalle sowie einer Grundschule mit zwei Sporthallen. Der Platz mit dem unter Denkmalschutz stehenden Rathaus gilt als prägendes städtebauliches Ensemble. An seiner Ost- und Westseite ist eine zusätzliche Bebauung mit Gewerbesockeln und Wohnhochhäusern für bis zu 1.000 Menschen vorgesehen. Der architektonische Charakter und die Mischung aus Wohnen, Versorgung und Begegnung sollen dabei erhalten bleiben. Westlich und nordwestlich nehmen ein Gewerbegebiet und Parkplatzflächen den Raum zwischen Bundesstraße und S-Bahn-Trasse ein. Bis zum Bruno-Baum-Grünzug finden sich außerdem mehrere Plattenbauriegel, eine Gemeinschaftsunterkunft und das Viktor-Klemperer-Kolleg. Am Eugen-Roth-Weg an der Südspitze des Untersuchungsgebiets liegt ein großes Sportgelände. Nördlich davon wurden bereits Neubauten errichtet. Prägend sind außerdem ein Einkaufszentrum und der Heinz-Graffunder-Park.

Gebietsinformationen

Marzahn-Süd

  • Bezirk:
    Marzahn-Hellersdorf
  • Gebietsfestlegung:
    25.08.2026 gemäß § 171b BauGB
  • Gebietsgröße:
    ca. 140 ha
  • Einwohner:
    ca. 21.000 (Stand 12/2025)
  • Bewilligte Programmmittel:
    1,95 Mio. Euro (Stand 09/2026)

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Gebietsportrait Fördergebiet Marzahn-Süd

  • Doctype: PDF-Dokument (3,7 MB) – Stand: 10/2026

Ein wichtiges Entwicklungsziel ist die Abschaffung von Barrieren im Gebiet

Leitbild und Entwicklungsziele

Marzahn-Süd soll als inklusives, zukunftsorientiertes Quartier weiterentwickelt werden, das soziale Teilhabe, Chancengleichheit und Lebensqualität für alle Generationen bietet. Klimaresiliente Freiräume und viele attraktive Möglichkeiten für Begegnung, Bewegung, Kultur und Bildung sollen das Quartier lebenswert machen. Im Fokus der Förderung stehen die Bereiche Springpfuhlpark, Heinz-Graffunder-Park und Helene-Weigel-Platz – als zentrale Orte mit hohem Entwicklungspotenzial. Diese öffentlichen Grün- und Freiflächen sollen unter den Aspekten Sicherheit, Klimaresilienz und Pflegbarkeit qualifiziert werden. Besonderes Augenmerk liegt zudem auf den Bedürfnissen von Älteren, von Menschen mit Behinderungen sowie von Familien und mobilitätseingeschränkten Personen. Umweltgerechte Verkehrsformen sollen gefördert werden. Auch die Qualifizierung sozialer Einrichtungen, wie der Musikschule, des Begegnungszentrums MuRInka und der Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur wird angestrebt. Das betrifft auch die Aufwertung der dazugehörigen Freiflächen. Dringend erforderlich ist außerdem die Qualifizierung der Sportstätten am Eugen-Roth-Weg.

Beteiligung

Mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung wurde bereits 2020 und 2022 ein Handlungskonzept für ein barrierefreies und inklusives Quartier Springpfuhl/Südspitze erarbeitet. Es deckt einen großen Teil des Untersuchungsgebiets ab und entstand mit intensiver Beteiligung der Anwohnenden, der Verwaltung sowie lokaler Akteurinnen und Akteure. Die Ergebnisse dieser und weiterer Beteiligungsprozesse wurden systematisch aufgearbeitet und in das ISEK integriert. Im Rahmen der konkreten Maßnahmenumsetzung sind weitere anlassbezogene Beteiligungsprozesse vorgesehen.

Stand des Verfahrens und Ausblick

Das Verfahren im Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung befindet sich noch in der Startphase. Der Bezirksamtsbeschluss zum ISEK wurde am 07.07.2026 gefasst. Mit dem Beschluss des Berliner Senats am 25.08.2026 wurde das Gebiet in das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung aufgenommen. Der Zeitraum der Umsetzung für die zahlreichen im ISEK benannten Projekte mit Kosten von über 94 Mio. Euro, davon 54 Mio. Euro direkt mit Mitteln des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerung, ist für zehn bis fünfzehn Jahre prognostiziert. Neben den genannten Starterprojekten wird zurzeit die Umsetzung weiterer Maßnahmen vorbereitet.