Der Grünzug am Egelpfuhlgraben bildet den nordöstlichen Teil des Grünen Rings, eines der Schlüsselprojekte der Nachhaltigen Erneuerung im Fördergebiet Brunsbütteler Damm/Heerstraße. Der Graben geht auf das Ende der Eiszeit zurück, als durch den Rückzug des Eises Rinnen und Niedermoore entstanden. Für den Bau der umliegenden Großsiedlungen in den 1960er Jahren wurde der Grundwasserspiegel abgesenkt und der Graben und seine Umgebung fielen trocken.
Seit 2007 führt ein autofreier Asphaltweg von der Grabenkreuzung zum Bullengraben im Norden über die Lutoner Straße bis an den Seeburger Weg. 2020 wurde eine umfangreiche Machbarkeitsstudie zum Egelpfuhlgraben-Grünzug veröffentlicht. Untersucht wird darin die Aufwertung des gesamten Grünzugs und seine Weiterführung entlang der Orchideenwiesen in Richtung Melanchthonplatz im Süden. Neben der Verbindung von Freiräumen für Erholungssuchende geht es dabei auch um die Vernetzung von Biotopen. Seit 2022 ist jedoch der Steg am Übergang zum Bullengraben aufgrund von Baufälligkeit gesperrt.
Der nördliche Teil der Wegeverbindung wird nun mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung saniert. Er führt zwischen Einfamilienhaussiedlungen und Kleingartenanlagen von der Lutoner Straße bis zum Bullengraben.
Geplant sind
- die Erneuerung der Steganlage am Übergang vom Bullengraben zum Egelpfuhlgraben
- der Neubau des in Teilen abgesackten Weges zwischen Steg und Baluschekweg sowie
- der Bau eines barrierefreien Wegs in Richtung Lutoner Straße.
Aktuell laufen Boden- und Statikuntersuchungen sowie eine Biotop- und Brutvogelkartierung. Auf dieser Grundlage erfolgt die weitere Planung. Die Abriss- und Gehölzarbeiten sind außerhalb der Vegetations- und Brutzeit geplant und sollen im Winter 2026/2027 durchgeführt werden. Im Herbst 2026 ist eine Informationsveranstaltung vorgesehen, bei der über den Stand der Planungen informiert wird.