Breitere Fußwege, zusätzliche Fahrradbügel und Poller gegen wildes Parken an der Kreuzung Heckerdamm/Reichweindann
Bild: Th. Drechsler/Layoutmanufaktur
Im Zuge der Entwicklung des neuen Gebietszentrums Halemweg und der Umsetzung des Wege- und Freiflächenkonzepts soll in Charlottenburg-Nord ein klimafreundliches und autoarmes Quartier entstehen. Der Wohnungsbau am Halemweg und der Ausbau der Schulen und Kitas sowie die Stärkung von Freizeitangeboten im Jungfernheidepark erfordern eine intensive Betrachtung der Mobilität in der Siedlung. Auch außerhalb des Gebiets entstehen neue Quartiere und zusätzliche Verkehrsverbindungen. In der Bevölkerung werden Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Lärmbelastung seit Jahren intensiv diskutiert.
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ließ deshalb ein Verkehrsberuhigungskonzept für Charlottenburg-Nord erarbeiten. Es legt die planerischen Grundlagen für eine Verringerung des KfZ-Anteils und eine Stärkung umweltfreundlicher Mobilitätsformen im Gebiet. Geprüft wurde, wie die individuelle Mobilität im Quartier verbessert, Barrieren abgebaut und die Verkehrssicherheit erhöht werden können. Durch Verkehrsberuhigung, die Umorganisation von Parkraum oder den klimagerechten Umbau von Straßen soll zudem mehr Aufenthaltsqualität erreicht und das Stadtklima verbessert werden.
Impulse aus den vorangegangenen Konzepten (Wege- und Freiflächenkonzept, städtebauliches Gutachterverfahren Zentrum Halemweg, ISEK) und den Eingaben aus der Bevölkerung wurden vertieft und auf Umsetzbarkeit geprüft. Das fertige Konzept soll für die nächsten Jahrzehnte handlungsleitend für den Umbau der Verkehrsinfrastruktur sein. Vorrang haben Maßnahmen der Schulwegsicherheit und zum Abbau von Barrieren. Geplant sind fünf neue Querungshilfen im Quartier. Weiterhin wurden Hinweise zum Ausbau klimagerechter Mobilitätsformen formuliert, um die Bewohnerschaft zu motivieren, vom PKW auf öffentliche, klimaschonendere Verkehrsmittel umzusteigen.
Das fertige Konzept wurde am 29. Februar 2024 öffentlich vorgestellt.