Im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) wird die Notwendigkeit der Stabilisierung der Nahversorgung in Haselhorst und Siemensstadt und der Erhöhung der Attraktivität der beiden Geschäftszentren als wichtiges Ziel für das Fördergebiet betont.
Im März 2023 wurde ein Geschäftsstraßenmanagement (GSM) gegründet, das mit Mitteln der Nachhaltigen Erneuerung finanziert wird. Wichtiger Ansprechpartner des GSM ist die Wirtschaftsförderung Spandau.
Die Transformation der beiden Ortsteile mit massivem Wohnungsbau und der Neuansiedlung von sozialer Infrastruktur und Gewerbe, insbesondere im Bereich von Siemensstadt Square, birgt für die Wirtschaft vor Ort Herausforderungen und Chancen zugleich. Das Geschäftsstraßenmanagement begleitet und unterstützt Gewerbetreibende angesichts dessen in ihrer Entwicklung. Auf diese Weise soll die Qualität des Angebots in den beiden Ortsteilen nachhaltig verbessert werden. Eine Interessenvertretung hat sich in beiden Ortsteilen mit dem vom GSM organiserten Zentrumstreff gebildet, der jeweils dreimal jährlich stattfindet.
Im Westen des Fördergebiets konzentriert sich der Einzelhandel entlang der Gartenfelder Straße und des Haselhorster Damms im Kern der Nachkriegssiedlung Haselhorst. Das Angebot der teils modernisierungsbedürftigen Ladenlokale in den Erdgeschossen bewegt sich auf unterem bis mittlerem Niveau.
Die ebenfalls kleinteiligen Ladenflächen des Zentrums Siemensstadt entlang der Nonnendammallee wurden in den 1960er und -70er Jahren durch ein Kaufhaus und eine Einkaufspassage erweitert. Heute weist hier vor allem der öffentliche Raum Gestaltungsdefizite auf.
Das Geschäftsstraßenmanagement analysierte im ersten Jahr die Probleme vor Ort und entwickelte passende Maßnahmen. Dazu gehören eine gemeinsame Internet-Plattform, ein halbjährlicher Newsletter mit Porträts von Gewerbetreibenden für Siemensstadt sowie weitere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, wie die Schaufenster-Weihnachtskationen mit Kindern, das Stadtteilfest in Siemensstadt und die Lange Tafel Haselhorst. Aus dem Fördergebietslogo wurde für jeden Ortsteil ein eigenes Logo entwickelt, das u.a. auf selbst entwickelten Werbeartikeln sowie aus dem Gebietsfonds geförderten Markisen für Ladengeschäfte für das Gebiet wirbt.
Gestaltungsdefizite im öffentlichen Raum und bei der Zugänglichkeit können u.a. mit kleinteiligen investiven Maßnahmen, z.B. mit Mitteln aus dem Gebietsfonds, behoben werden.