Der Rosengarten ist ein prägender und besonderer Ort im Gartendenkmal Franckepark und ein beliebter Treffpunkt. Über die Jahrzehnte hatte er jedoch seinen ursprünglichen Reiz verloren. Nicht zuletzt fehlte eine barrierefreie Anbindung an die weiterführenden Parkwege.
Mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung wird der Rosengarten bis zum Frühjahr 2026 als repräsentativer Eingang und Schmuckgarten nach dem Vorbild von 1920 wiederhergestellt. Dabei wurden Elemente aus den späteren Epochen gemäß den Empfehlungen des Parkpflegewerks einbezogen. Der Ort kann so dauerhaft als Klimaoase für die Nachbarschaft gesichert werden. Insbesondere die Wiederinbetriebnahme des Brunnens trägt zur Verbesserung des Mikroklimas bei.
Der Brunnen im Zentrum der Anlage wurde spätestens Anfang der 1980er-Jahre stillgelegt, nachdem eine zwischenzeitlich ergänzte Bronzefigur (Ziegenböckchen) und auch mehrere Ersatzvarianten eingeschmolzen bzw. gestohlen wurden. Auf Grund der fehlenden Gussformen zum Ziegenbock und der nicht optimalen Proportionen der späteren Eulenfigur wurde der Kalkstein-Brunnen mit einem Springstrahl ohne Figur in Anlehnung an den Zustand um 1928/1930 wiederhergestellt . Dabei blieb das später hinzugekommene erhöhte Brunnenbecken erhalten. Die Pflanzflächen wurden zudem mit einer Beregnungsanlage ausgestattet, die durch das Brunnenwasser gespeist wird. Damit leistet der Brunnen künftig im Rahmen der Klimaanpassung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Pflege des Rosengartens.
Der Senkgarten erhielt die vereinfachten Aufteilung in vier Beete entsprechend der Planung aus den 1920er-Jahren zurück. Die Beete wurden mit mehr als 1.000 Stauden, Bodendeckern und Rosen neu bepflanzt. Alle Pflanzungen des Gartens und der angrenzenden Bereiche sind an die heutigen schattigeren Verhältnisse angepasst.
Der ehemalige Kaffeegarten nördlich des Rosengartens wird als multifunktionale, geometrische Fläche mit Zierobstbäumen im Übergang zur nördlichen Parkwiese gestaltet und mit Schachtischen ausgestattet.
Zu den weiteren Maßnahmen gehörten die Sanierung der Wege und Treppen; eine zu steile Rampe wurde entfernt. Als Ersatz führen zwei neue barrierefreie Wege in den Rosengarten. Stellenweise wurden Materialien entsprechend dem historischem Bild ausgetauscht. Bänke und Banknischen wurden erneuert und das Metallgeländer am Aussichtspunkt saniert.
An der nördlichen Treppe wird eine Tafel des Landesdenkmalamtes über die Geschichte des Rosengartens informieren.