Neubau eines Jugend- und Stadtteilzentrums in der Auguste-Viktoria-Allee

Grafik mit zweiflügeligem Gebäude und gepflastertem Vorplatz

Visualisierung des neuen Jugend- und Stadtteilzentrums mit Vorplatz

Neben dem Jugendzentrum Laiv entsteht ab 2026 ein neues Jugend- und Stadtteilzentrum. Das Laiv befindet sich in ehemaligen Lager- und Personalräumen des Grünflächenamtes. Aufgrund der dortigen räum­lichen Enge und des schlechten baulichen Zustands war ein Neubau unabdingbar. Außerdem besteht ein großer Bedarf an Räumen und Angeboten für die Nachbarschaft. Geplant ist nun ein multifunktionales Gebäude, das beiden Nutzungen – Jugendzentrum und Stadtteilzentrum – jeweils eigene Bereiche bietet. Die Einrichtung wird auch neue Wohngebiete, wie das Schumacher Quartier, mitversorgen.

Im Rahmen des Quartiersmanagements wurde 2019 mit der Verwaltung, betroffenen Akteuren und der Öffentlichkeit ein Gesamtkonzept inklusive eines Raumprogramms für die Einrichtung ausgearbeitet. Der Neubau wird Flächen für Jugend- und Sozialarbeit, nachbarschaftliches Engagement, Beratung und Freizeitgestaltung bieten. Für das Jugend- und für das Stadtteilzentrum sind jeweils getrennte Bereiche geplant. Im Stadtteilzentrum soll ein Café mit Terrasse angesiedelt werden. In einem gemeinsamen Bereich mit multifunktionalen Räumen wird es unter anderem einen Veranstaltungssaal und Bewegungsflächen geben. 

Ein Wettbewerb 2021 diente als Grundlage der Planung für den Neubau. Zu den Planungszielen zählten u.a. hohe Anforderungen an nachhaltiges und kreislaufgerechtes Bauen: Die Konstruktionsweise des Holz-Massiv­baus wird eine spätere Rückbau- und Wiederverwendbarkeit ermöglichen. Zudem ist der Einsatz von recycelten Baumaterialien vorgesehen. Eine mit einer Photovoltaikanlage kombinierte Erdwärmepumpe wird einen geringen CO2-Ausstoß zur Folge haben. Ein Gründach sowie Rigolen sorgen nach Fertigstellung für die Speicherung von Regenwasser.

Die Jugendfreizeiteinrichtung Laiv wird nach der Fertigstellung des Neubaus abgerissen. Danach werden die Außenanlagen neu gestaltet. Im Frühjahr 2025 wurden erste vorbereitende Maßnahmen durchgeführt, darunter die Rodung eines Teils der bestehenden Vegetation. Ende 2025 begann die Bauphase. Am 23. April 2026 fand die feierliche Grundsteinlegung statt.

Wettbewerb Kunst am Bau 2025

Als Ergebnis eines Wettbewerbs wird der Entwurf von Anne Boissel als Kunst am Bau realisiert. Die Gestaltung der Treppenhaus-Fenster mit fünf farbigen Streifen, die sich an einem Punkt treffen, wird durch eine Be­leuch­tung mit Farbwechsel innen ergänzt. Die dynamische, attraktive Ge­stal­tung der Fenster erzeugt auch einen Bezug zur benachbarten Kirche.

Realisierungs-Wettbewerb

2019 wurden aus Mitteln des Programms Nachhaltige Erneuerung verschiedene Gutachten erstellt. 2021 folgte ein nichtoffener Realisierungs-Wettbewerb. Der erste Preis ging an den Entwurf des Architekturbüros Jan Hübner, der an 2026 realisiert wird (siehe auch Pläne/Grafiken). Alle eingereichten Entwürfe wurden vier Wochen lang im Rathaus Reinickendorf gezeigt.

Informationen

  • Adresse:
    Auguste-Viktoria-Allee 16c
    13403 Berlin
    Reinickendorf
  • Auftraggeber/Bauherr:
    Bezirksamt Reinickendorf
  • Planung:
    Jan Hübener Architekt
  • Gesamtkosten:
    10,125 Mio. EUR aus den Programmen Europa im Quartier, Nachhaltige Erneuerung, Soziale Infrastruktur für sozial benachteiligte Quartiere
  • Wettbewerb:
    2021
  • Realisierung:
    2025 bis 2027

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